My African Dream - My African Horror

Im Grenzland - A long story...while waiting

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6/19/20262 min read

Bahab war Mitte Dreißig und hatte zwei Kinder im Volksschulalter, Bub und Mädchen, von zwei verschiedenen Männern. Sie war zweimal verheiratet.

Der erste Mann war Alkoholiker und schlug sie. Sie war so verliebt…

Doch irgendwann war es zu viel und sie verließ ihn, fand einen anderen, scheinbar nüchternen Mann, der sie und ihr Kind versorgen konnte.

Und anfangs schien das Glück perfekt, ein gemeinsames Kind kam hinzu.

Doch wie es sich erst mit der Zeit entpuppte, hatte dieser Mann eine Spielsucht und musste eher versorgt werden, als dass er dies für andere zu leisten im Stande gewesen wäre.

Er arbeitete nicht, schnorrte sie um ihr Geld an. Sie war so verliebt…

Doch irgendwann war es zu viel und sie verließ, nun mit zwei Kleinkindern an den Händen.

So begab sie sich zurück in des Mutters Schoß und flüchtete zu ihrer Mama, die sie tatkräftig bei einem Neuanfang zu unterstützen versuchte.

Bahab wollte von nun an, mit dem Glauben an Gott, ein neues Leben beginnen und sie begann wieder regelmäßig mit ihrer Familie den sonntäglichen Gottesdienst zu besuchen.

Finanziell sicherte sie sich ab, indem sie arbeiten ging, während ihre Mutter die Kinder versorgte.

Der Vater Bahabs..? Den hat sie nie gekannt, dieser hat die Familie verlassen, als sie noch klein war.

Langsam wurde mir hier ein Bild gemalt.

Ein Bild desaströser Beziehungen von Mann und Frau.

Beziehungsweise bezieht sich diese Beziehung immer darauf, dass der Mann die Frau zu beziehen hat!

Das wurde mir hier in Afrika, wie noch nirgends anders auf der Welt so klar und deutlich vor Augen gehalten, ja, vorgelebt!

Aber auch Frauen beziehen hier ihre Männer zu dem, was die männliche Mehrheit heute ist!

Es werden noch einige Horrorbeziehungsgeschichten folgen.

„Was soll denn das bitte schön für archaisches und einfältiges Denken sein?“, kam mir so oft hier in den Sinn…

Doch zurück zu Bahabs long story.

Sie fand schlussendlich den Job der Versicherungsstewardess und blühte darin auf!

Sie hatte Verantwortung. Eine mehr oder weniger gute Kollegschaft und sie saß nicht durchgehend am Schreibtisch, konnte sich frei bewegen und bekam eine anständige Bezahlung.

Für die zwei Kinder, die mittlerweile in die Schule gingen, war gesorgt und ihre Mama nach wie vor zu allem bereit, ihre Tochter und Enkelkinder zu unterstützen.

Und zu alledem war da noch Gott!

Denn dieser führte sie auf den rechten Weg.

Alles war wieder im Lot.

Die Ex-Ehemänner vergessen.

Sie hatte auch das Glück, wie sie es nannte, dass beide sie nie wegen der Kinder belangten. Schlussendlich hätten die Männer ja zahlen müssen, jedoch taten sie dies nicht und somit getrauten sie sich auch nicht Bahab jemals wieder zu kontaktieren.

In meinen Augen war das alles so schrecklich, kam ich doch selbst mit meinem Bruch daher nach Ostafrika.

Doch Bahab nannte es Glück, dass die Väter ihrer beider Kinder nicht anwesend waren…

Und so lebte sie ein glückliches Leben von nun an!

Und der Glaube an Gott und die Liebe, die es da draußen gibt und bestimmt, ganz sicher, kommen wird.

Als sie an einem Sonntag in der Früh mit ihren zwei Kindern mit dem Auto auf dem Weg zur Kirche war, ging anstatt der Sonne der Halbmond auf...

Ein betrunkener Autofahrer fuhr bei Rot in die Kreuzung ein und erwischte Bahab frontal…

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