My African Dream - My African Horror
Auf den Hügeln des Büffels - In the Summer Sky
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5/20/20262 min read
Wir klapperten nun, immer die indische Wagenkolonne im Nacken, Wasserloch um Wasserloch ab, mit dem Ziel all wasserreiches Leben am Athi-Damm zu erhaschen!
Dies war das größte Gewässer des Nationalparks und Bernard machte es mir mit Ankündigungen von Hippo, Kroko und Co. mit Nachdruck schmackhaft!
Doch es dauerte noch ein Weilchen bis dahin. Nun näherten wir uns dem Canyon und die Straße machte sich daran, diesen parallel zu begleiten.
Immer wieder stießen Greifvögel aus ihm empor, kerzengerade senkrecht in die Höh, Aufwinde und Federn winden sich im sanften Druck tanzender Luftteilchen.
Geben Halt, geben Sicherheit, der Tanz des Himmels.
Und so rasant sie erschienen, so schnell verschwanden sie auch wieder!
Das Schaufliegen, lenkte meinen Blick plötzlich auf einen immens hohen, stählernen Wachturm. Eine simple, solide Stahlkonstruktion. Ähnlich diesen, welche im Grenzland zu finden sind. Wachposten auf Eisen. Und das kleine Häuschen am oberen Ende des Turms schützt vor Wind und Wetter!
Doch wir befanden uns ja nicht an der Grenze zu einem anderen Land, warum also dieser gigantische Wachturm, aus dem Zentrum des Canyon herausgestreckt, wollte ich von Bernard wissen.
Die Antwort fiel mir wohl aufgrund meiner nach wie vor starken Müdigkeit und meiner dadurch verlangsamten Hirntätigkeit nicht ein.
Sie fiel mir Nanosekunden danach ein, als Bernard den Mund öffnete und erste Lautäußerungen seinen Kehlkopf verließen…
PPPOOOAAACCCHHHEEERRRSSS!
Ach ja verdammt, scheisse, da muss tatsächlich tagtäglich jemand seine Wache absitzen, schwer bewaffnet, immer auf der Hut, oder eben nicht mehr auf der Hut und dadurch an Langeweile gebunden. Hoffentlich ist es nicht der Dienst heute, an dem wirklich etwas passiert…
WWWIIILLLDDDEEERRREEERRR!
Es bleibt ein endloser Kampf und hier im Nairobi Nationalpark will man den Rhinos nicht die Nashörner absägen, nur um zu verhindern, dass sie wegen ihres hornigen Gutes umgebracht werden!
Und wo es Nashornhorn gibt, gibt es auch Wilderer. Denn schließlich zahlen asiatische und arabische Märkte Unsummen für das Potenzmittel ihrer kleiner Männer Wahl!
Oh yeah, ich hab so ein spitzes Horn, Baby!
Und ich frage mich, wie es mir wohl ergünge, wenn ich da auf dem Grenzturm Wache zu schieben habe.
Spannend? Uninteressant? Trostlos? Wütend? Langweilig!
Doch eines wär mir gewiss! Ich wäre in der Canopy, also den Baumkronen und hätte somit eine riesige neue, so oft unentdeckte Welt in greifbarer und daher beobachtbarer Nähe!
Also vielleicht doch nicht so langweilig…für den einen Tag, an dem ich mich dort oben stehen sehe!
Die Straße machte eine tiefsteile 180° Kehre am Tiefpunkt des Tals und schleuderte uns zurück, heraus in die Savanne, mit dem Ziel des großen Wassers vor Augen.
Ein riesieger blauer Fleck auf grünbrauner, kratzbürstiger Oberfläche…
