My African Dream - My African Horror

Auf den Hügeln des Büffels - Look Deeper

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5/14/20262 min read

Nairobis Nationalpark war einfach wunderschön.

Es bedarf hier eigentlich gar keine detailliert, ausgeschmückte Beschreibung eines einfachen Zaubers, nämlich dem der Natur.

Und doch reizt es mich sehr einen Versuch zu starten diesen Zauber ein wenig einzufangen, einzuspinnen in ein Dickicht aus liebevollen, bunten Fäden der Fantasie.

Denn nachdem ich nach Eintritt in den Nationalpark einen Eintritt in die tiefen Tiefen meiner Seele erhielt, wider Erwarten und widerwillig und ich somit emotional höchst empfänglich für die Nuancen der Gegenwart war, konnte ich alles in mich aufsaugen, wie eines der ersten verschiedenzelligen Lebewesen dieser Erde.

Und so bestach diese Landschaft nicht nur durch ihr stacheliges Gebüsch und die schroffrindigen, kratzbürstigen Bäume, zumeist Akazien, sondern auch durch eine unglaubliche Weite.

Eine Weite, wie wir sie in Österreich nur im äußersten Osten oder aber auf den höchsten Gipfeln der Alpen erleben dürfen.

Doch ein bergiger Ausblick ist etwas ganz anderes als die weite Steppensicht!

Beides lässt die Seele heilen.

Wir sind Tiere mit Ursprung.

Einer dieser Ursprünge war sich in aufrechte Haltung zu begeben, um einen Mobilitätsschub zu gewährleisten, den das Leben in einer waldlosen Savannenlandschaft wesentlich erleichterte.

Und wir erhielten noch etwas, als wir anfingen auf zwei Beinen zu gehen – einen Ausblick von „weiter oben“. Wir konnten anfangen in die Ferne zu sehen.

Wir konnten anfangen fern zu sehen…

Und ist dieses Fernsehen nicht der allergrößte Beruhigungsapparat unser Zeit.

Lässt Seelen heilen..?

Hier soll es nicht zu einer Verteufelung von etwas kommen, was so gottvoll daherkommt!

Ich sah in die Ferne und erblicke Tier um Tier, Pflanze um Pflanze.

Wir hatten ja gerade Ende Sommer, Anfang Herbst.

Alles war dementsprechend goldtrocken gefärbt. Die momentanen Grüntöne fahl und hell.

Und während einer afrikanischen Safari gilt ja das Gebot, immer im sicheren Auto zu bleiben.

Somit gab es hier in Afrikas Naturjuwelen kein Biologisieren a la wie ich es kannte und nannte.

Denn wenn ich anfange zu biologisieren, bleibt kein Stein auf dem anderen, kein Holzstamm ungerollt, kein Pflänzchen unbedacht und kein Tierchen mehr sicher!!!

Hier galten andere Regeln und somit blieb mir nur die Adaption auf dieses hiesige System.

Fotos wurden schnell einmal geschossen, ohne Bedacht.

Möglichst viel sollte in kurzer Zeit mitgenommen werden.

Kurz war die Zeit wohl, denn obwohl wir ja ein ganzes Tagesticket hatten, wollte ich vor der Mittagshitze wieder draußen sein.

Dies hatte einerseits den Grund, dass sich in solch klimatischen Gefilden zu Mittag alles zu Siesta begibt und auch jegliche „Beweisfotos“ scheußlich bis unbrauchbar daherkommen,

und andererseits, weil ich den schieren Andrang menschlichen Seins auf das kostbare und fragile Konstrukt Nationalpark gut kannte und davon schnell Abstand gewinnen wollte.

Denn Du erinnerst Dich?

Flucht vor den indischen Sonntagstouristen!

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