My African Dream - My African Horror
Auf den Hügeln des Büffels - Ein Hauch des Friedens
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5/10/20262 min read


Zu Sonnenaufgang einem Rhinozeros beim Stöbern und Grasen zusehen...
Kaum Bewegung, mächtig gemächlich, völlig unbeeindruckt von einem Toyota, völlig unbeeindruckt auch, als uns nach nicht einmal fünf Minuten ein Safari Jeep mit einer Menge indischer Touristen entgegenkam, direkt vor unserem Wagen halt machend.
Gespräche, Gerede, Gequassel, Gefasel waren die Folge und keine Ruhe mehr…
Völlig unbeeindruckt – das Rhino!
Völlig beeindruckt – Ich!
Ich wollte hier so schnell wie möglich wieder weg!
Ich hatte keine Lust auf Menschen…
Von dem unbeschreiblich schönen Moment der Nashornbegegnung blätterte es fahles Laub wie Schuppen der Ernüchterung, der Realität.
Menschen, Menschen, Menschen.
Und ein Nashorn, ein Breitmaul, kein Spitzmaul.
Grasend, nicht Blätter von Gebüsch zupfend.
White not Black!
Ohrwaschel ovalförmig länglich, nicht satellitenschüsselig rund.
Zwei Hörner - auf die Länge kommt es nicht an!
Ist ein Jungtier, ein Nashornkind dabei?
Denn da gibt es eine wahnsinnig schöne Metapher zu uns Menschen!
Denn so wie mehrheitlich die schwarzen und weißen Menschenfrauen ihre Kinder am Leibe tragen, so führen auch schwarze und weiße Nashornmütter ihren Nachwuchs!
Nämlich geht das junge Rhinokind der Mama hinterher oder es bleibt eben voraus.
Und das hängt mit dem Lebensraum zusammen, wo sich weißes und schwarzes Nashorn vorrangig gerne aufhalten.
In der weiten Savannenebene oder im Dickicht des afrikanischen Busches!
Wie schütze ich mein Kind am Besten? Wie geht es mir auf keinen Fall verloren?
Parallel dazu tragen Menschenfrauen am afrikanischen Kontinent ihre Kinder hinten am Rücken, Frauen in Europa umwickeln ihren Nachwuchs vorne an der Brust.
Und dieses Nashorn gab mir Kraft und gab mir Stärke.
Mein emotionales Aufheulen befand sich am Abklingen, in letzten Tönen, umrandete es mich sanft mit aufnahmefähiger Seelenenergie.
Ich sog auf!
Ich spürte Einklang und Geborgenheit, Ruhe und Zufriedenheit, das Hier und Jetzt…
Madenhackerstare, im Englischen Oxpeckers genannt, genossen sichtlich auch ihr Frühstück auf dem riesigen Dickhäuter.
Alle Insekten und Spinnentiere wurden sorgfältig aus jeder Ritze,
und so ein Dickhäuter hat viele, sehr viele Hautritzen,
herausgepickt, ja sogar die bereits erwähnten Ohrwaschel wurden gründlichst gereinigt, sodass es schon auch vorkam, dass einer dieser Vögel ganz in der Gehörmuschel verschwand, lediglich die Schwanzfedern herausschauend.
Und die beiden Madenhackerarten kommen mit unterschiedlicher Schnabelfarbe daher.
Gelb-rot oder rein Rot?
Wobei sich das Blut der aufgeplatzten, vollgesogenen Zecken auf den satten gelben Schnäbeln auch einmal als irreführendes Farbspiel herausstellt!
Jedenfalls sind Gelb-rot oder Rot dieser sonst oberseits schlichtgrau und unterseits pastellcremefarben gehaltenen Vögel überaus, augenscheinlich und sofort hinterfragbar grell, vollfarben und auffällig! Warum?!
Hinzu kommt noch der scheinbare Drang des Gelbschnabel-Madenhackers seinen geringen Rotanteil mit einem leuchtend roten Auge wettmachen zu wollen, während andererseits der Rotschnabel-Madenhacker den Hang zu Gelb mit einem bizarr aussehenden gelben Augenring um das rote Auge nicht aufgegeben hat.
Die Natur hat sich als Wunderwerkmacherin über Jahrmillionen einen Namen gemacht!
Auch diese scheinenden und schimmernden Schnäbel und Augen werden ein Puzzlestein sein,
für Perfektion.
Zeitlos
Schau einem Rhino beim Fressen zu...
Schau den Vögeln beim Fressen auf einem fressenden Rhino zu...
Schau den vom Rhino gefressenen Pflanzen zu…
Doch schau auch zu, dass Du hier verschwindest!
Vom Massensafaritourismus!
Denn den Menschen schaut man schon genug zu,
mit schierer Verwunderung,
negativer Verwunderung…
