My African Dream - My African Horror

Auf den Hügeln des Büffels - Inside Nairobi

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5/2/20262 min read

Nachmittags dann, der Abstecher zum Shoppen in die Vororte und City.

Der Bekannte von Ann kam mit dem Moped und zu dritt fuhren wir los!

Ann nahm den Platz in der Mitte, ich hatte das Gefühl, ich erdrücke sie mit meinem Körper, aber hinter mir war die Alternative Absturz!

Es wurde ein wilder Ritt, bei jeder Kurve klemmten sich meine Beine fester an das blecherne Gefährt und meine Hände fester an Ann.

Der Tag war herrlich frühsommerlich, nicht zu heiß, nicht zu feucht und doch war hier alles tropisch! Grüntöne überschlugen sich, abhebend von den Rottönen der Erde.

Menschen, Menschen, Menschen!

Paviane?

Menschen, Menschen, Menschen...

Viel Müll, sehr viel Müll.

Der Mensch ist das dreckigste und schmutzigste Lebewesen dieser Erde...

Menschen, Menschen, Menschen!

In ihren Vehikeln und Fahrzeugen und die Blechkolonne stand, wir rasten im Slalom an den Autos, Bussen und Lastwägen entlang. Immerhin kamen wir voran.

Ich bemerkte noch zu Ann, wie viel besser es hier mit Moped oder Motorrad zu fahren sei.

Menschen, Menschen, Menschen...

Und dazu kam der von diesen produzierte Lärm!

Es war ohrenbetäubend, von der Ankunft in den Vorort bis hin ins Zentrum der Stadt.

Alles lärmte, schrie, rief,

alles bohrte, hämmerte, quietschte,

alles bellte, grölte, rauschte.

Menschen, Menschen, Menschen!

Eine neue Welt, eine doch nicht so neue Welt.

Das klassische Bild Afrikas? Kolonialismus. Strikt getrennte Klassengesellschaft.

Hier die Reichen, da die Armen.

Die Reichen rigoros abgeriegelt, verbarrikadiert und eingebunkert, sodass ja kein armer Fremdkörper hier einzudringen vermag.

Schulen mit eigenem Helikopterlandeplatz, grünen Parkanlagen wie an Englands Eliteuniversitäten, glücklich wirkende Kinder in Uniformen darin.

Doch eben auch hermetisch gesondert, gefördert, für eine bessere Zukunft?

Mauern, Stacheldraht und bewaffnetes Personal. Wie wirkt dies auf die Kinder?

Durchaus gab es auf den anderen Seite der von den Chinesen errichteten Straßen Nairobis das kontrastierende Abbild dazu!

Schulen in alten Blech- und Lehmhütten, löchrige Fassaden, bröckelndes Fundament.

Davor der Außenbereich, eine rotlehmige, staubige, oder nach Regenfällen gatschige Angelegenheit, alte Baumstümpfe als Sitzgelegenheit.

Nicht abgeriegelt, dafür offen und mit der hier in Ostafrika gängigen, ohne Geld zu bekommenen Einzäunung des Geländes durch Akaziengeäst und weiterem Gehölz.

Und wer sich bereits einmal mit einem kniehohen, mit daumenlangen Dornen versehenen Holzwall konfrontiert sah, der zu breit zum Darübersteigenden, eigentlich nur so in der Landschaft dalag, der weiß – lieber nicht…

Die Kinder vor diesen Schulen? Auch sie wirkten glücklich.

Wir fuhren erstmals zu einem kleinen Ablegergeschäft des Netzwerkbetreibers. Ann und ich huschten vom Moped und gingen in den Store. Leider keine Möglichkeiten dort, daher ging es weiter zu einer streng bewachten Shopping Mall.

An den dortigen Schranken zum Parkplatzgelände wurden Pässe kontrolliert, am Eingang des Gebäudes wurden wir nochmals von Sicherheitspersonal gefilzt und mussten durch einen Metalldetektor hindurch.

Nicht schlecht und das alles natürlich nur für Armani, Gucci, Prada und Co.

Im nächsten Handyshop wurden wir fündig, ich erwähnte auch noch dezidiert, dass ich in zwei Tagen eigentlich nur mehr in Tansania sein werde und erfragte, ob dies eh keine Probleme mache?

„Mhm, should be no problem, Sir"

Irgendwie sagte mir das Gesicht des Mitarbeiters anderes und ich fragte bei Ann nochmals nach. Sie meinte, wir sollten uns, um sicher zu gehen, nochmals vor meiner Abreise ins Nachbarland hier melden. Nun gut, sowas in der Art dacht ich mir schon eher.

Weiters, ging es zu einer großen Supermarktfiliale.

Doch bevor wir diese betreten konnten, kam es am Parkplatz zur ersten Begegnung mit meinem eigentlichen Fahrer Bernard…

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