My African Dream - My African Horror
Ein Anfang - Ein Drama
...
3/4/20263 min read
Da kommt mir doch gleich doch noch was so stark in den Sinn, was ich vorhin vergessen habe zu erwähnen, nämlich muss noch von dem Stern berichtet werden, der am Horizont erschien, kometenhaft am Nachthimmel vorüberzog, um in der Weite des Weltalls wieder zu verschwinden.
Der Stern einer Reise. Und der meinige war ein tiefschwarzer, blutender, nur mehr schwach flackernder Stern, der sich, bevor die Supernova nahte, ein letztes Mal zum Erstrahlen bringen wollte! Ein letztes Mal bevor alles anders werden sollte!
Doch große Ungereimtheiten des Lebens begannen in der eigentlich voll Freude zu seienden Zeit des Aufbruchs, des Anstoßes, des Herauskommens aus der Gewohnheit. Die Begebenheiten und Gelegenheiten eines Lebens sich zu verändern in all diesen Ländern - da wär es wieder...dieses Lied...
Ja und was sollte das eigentlich alles?!
Wie einen pechschwarzen Mantel, den ich durch die weiße Winterlandschaft trug, begleitete mich ein dunkler Schatten, möglichst schlicht über meinen Mantel darob gelegt, so dass er fast unbemerkt mir da ein Gewicht umhängen konnte, dieser Schatten.
Ja, und wie soll es denn anders sein bei einem deadline-Reiter des Todes, dass sich der Flaschenhals, durch den es so oft, so schön einen Durchschlupf gibt, bis zum letzten kleinen Atemloch zuzieht und das Atmen kaum mehr möglich, der Stress enorm, die Unruhe, die Gedanken, die Panik, die Angst groß sind, nicht mehr hindurchschlüpfen zu können, denn das hat bisher doch immer irgendwie noch funktioniert!
Kurzum! Ich stand plötzlich ein paar Tage vor Abreise ohne Geld und ohne Zugang zum Geld da! Denn meine Bankkarten liefen mit dem Jahreswechsel aus und eine Verkettung äußert vieler, äußerst unglücklicher Umstände führte eben dazu, dass dieser Mangel erst ein paar Werktage vor Abflug bemerkt wurde.
Und wer schon einmal ganz, ganz dringend etwas von österreichischen Beamtenkräften gebraucht hat, doch das System es nicht zulässt, wird Bescheid wissen, um die Erkenntnis das menschliche Intelligenz sich hierarchischen Rangordnungen unterzuordnen hat!
Und Ausnahmen im Namen der Menschlichkeit gibt es nicht!
Für die Reise war vorab nur ein Bruchteil bezahlt worden, der Flug, die ersten beiden Unterkünfte. Doch der Großteil, das Auto, all die wichtigsten aller Papiere, die Eintritt-permits für die Nationalparks und Naturschutzgebiete (Conservation Areas), alles unbezahlt und teuer.
Mehrere Tausend US-Dollar.
Was soll ich nun tun, wer kann mir helfen?
Da ist kein Partner und auch meine wenigen Freunde möchte ich nicht in der Nachweihnachtszweit mit etwas derartigem konfrontieren.
Die Geschwister? Nein, mit meiner älteren Schwester habe ich keinen Kontakt mehr, die Brüder sind beide jünger, hier kam ich nie auf den Gedanken, etwas brauchend zu erbitten, schließlich bin ich der älteste Bruder und wenn dann, können sie sich immer auf meine Stärke, meine Verbundenheit und Liebe ihnen gegenüber verlassen und wenn, dann bin ich immer für sie da, wenn sie mich brauchen.
Meine Eltern? Nein und Ja! Mit meiner Mutter habe ich keinen Kontakt mehr.
Mein Vater, ja, den kann ich fragen, er soll mir doch einfach seine Kreditkarte geben für die Reise!
Die Lösung!
Doch es blieb ungelöst,
er gab sie mir nicht und ich machte Bankfilialenbesuch um Bankfilialenbesuch, wartete stundenlang in den Warteschleifen der Telefonservicestellen, kam in den Genuss zwanzig Donauwalzer von Johann Strauss Sohn!
Alle Versuche umsonst! Es gab nicht mehr genügend Werktage! Die Vergabe von solchen Geldkarten und deren PINs ist nun immer postalisch getrennt, somit bedarf es auch mehr Administration und die Wartezeiten werden länger!
Ich hatte keine Chance!
Ich konnte nicht einmal mehr auf mein Internetbanking, mein Konto zugreifen, wo ja genügend Geld für die Reise gelagert gewesen wäre.
Drama, Drama, Drama!
Und die ersten Mails gingen raus, an die Autovermietung, die Unterkünfte, die Nationalparks und Conservation Areas, um Entschuldigung bittend, nach Alternativlösungen fragend!
Falls überhaupt eine dementsprechend schnell beantwortete Nachricht daherkam, waren dies überaus sympathische und gelassene Gutzuredungen afrikanischer Mitarbeiter*innen...
